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La parole épuisée chez Beckett et Bernhard

Abstract : Die Erzähltexte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind häufig unter der Sigle „Literatur der Erschöpfung“ zusammengefasst worden. Die Bezeichnung sollte dem Tod des Autors, dem Ende des Erzählens und dem Austrocknen des Imaginären Rechnung tragen – Phänomenen, die in der Nachkriegszeit mit ungeheurer Wucht die Regeln des traditionellen Romans untergruben und abtrugen, vor allem aber auch erneuerten. Die Kargheit dieser Werke ist indes nur die halbe Wahrheit: Die oftmals schwermütigen oder spröden Erzähltexte eines Beckett oder Bernhard mit ihren entfremdeten, entstellten, gar desindividualisierten Subjektivitäten, ausgestattet mit leidenden, kranken, geschwächten oder behinderten Körpern, durchzieht eine eigentümlich körperliche, leibliche und begierige Schreibweise. Der Beitrag möchte sich deswegen weniger mit der Erschöpfung einer bestimmten Literatur befassen als ihre Exzesse in der Erschöpfung selbst untersuchen.
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https://hal-univ-paris10.archives-ouvertes.fr/hal-01627447
Contributor : Sarah Clément <>
Submitted on : Wednesday, November 1, 2017 - 5:34:08 PM
Last modification on : Tuesday, November 19, 2019 - 9:40:42 AM

Identifiers

  • HAL Id : hal-01627447, version 1

Citation

Sarah Clément. La parole épuisée chez Beckett et Bernhard . Figurationen. Gender – Literatur – Kultur, Boelhau Verlag, 2015, p. 84-97. ⟨hal-01627447⟩

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